Die Musikwirtschaft Kanadas verbuchte im Jahr 2005 bei Umsätzen von 608,7 Mio. Dollar ein erneutes Minus in Höhe von vier Prozent. Der internationale IFPI-Dachverband springt der nationalen Organisation CRIA nun bei deren Forderung nach einem verbesserten Urheberrecht zur Seite:
„Ich hoffe, dass sich Kanada nun des digitalen Musikgeschäfts annehmen und dem Beispiel seiner internationalen Handelspartner bei der Umsetzung der lange überfälligen Reform des Urheberrechts folgen wird, auf die Künstler, Musikproduzenten und die gesamte Kreativwirtschaft des Landes dringend angewiesen sind“, sagte IFPI-Chairman John Kennedy.
Angesichts der gerade erst von der CRIA veröffentlichten Zahlen und geschätzten 1,6 Mrd. über das Internet getauschten Songs im vergangenen Jahr drohe Kanada auf dem digitalen Markt den Anschluss zu verpassen. So habe eine Künstlerin wie Gwen Stefani von ihrem Hit „Hollaback Girl“ in den USA auf legalem Weg mehr als eine Mio. Downloads verkauft, in Kanada hingegen nur 20.000 Tracks. Laut einer bei den kürzlich erfolgten Wahlen in Kanada durchgeführten Umfrage der Markforscher von Pollara sei eine „große Mehrheit“ der Bürger für Änderungen am Urheberrecht im Sinne der Musikbranche, ergänzte CRIA-President Graham Henderson.


