Musik

Musikgeschäft in der Türkei wächst um ein Drittel

Die Umsätze der türkischen Musikbranche sind im ersten Halbjahr 2003 um 33,7 Prozent gestiegen. Mit einem Plus von 142 Prozent nach verkauften Exemplaren schoben vor allem die CD-Alben diesen Trend an.

Die Umsätze der türkischen Musikbranche sind nach Angaben des IFPI-Dachverbands im ersten Halbjahr 2003 nach lokaler Währung um 33,7 Prozent gestiegen. Umgerechnet in Dollar blieb ein Zuwachs von 14,9 Prozent. Mit einem Plus von 142 Prozent nach verkauften Exemplaren schoben vor allem die CD-Alben diesen Trend an, berichtet das Branchenblatt „Music & Copyright“ mit Bezug auf die IFPI und deren nationale Organisation MÜYAP. Trotz der hohen Inflationsrate sei deshalb auch für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus zu rechnen. Allerdings weist das Blatt darauf hin, dass die Zahlen mit Vorsicht zu behandeln seien, da längst nicht alle Plattenfirmen der Türkei ihre Daten melden würden und die statistischen Methoden der MÜYAP den üblichen IFPI-Regeln nicht entsprächen. Laut türkischen Musikmanagern sei zudem die Zahl der verkauften Tonträger internationaler Acts gefallen, vor allem aufgrund der wachsenden Piraterie und der hohen Preise: Nur noch fünf Prozent aller Tonträger-Umsätze würden derzeit auf internationales Repertoire entfallen. Universal habe seine Preise für dieses Segment deshalb bereits um 20 Prozent gesenkt. Das dominierende Tonträgerformat in der Türkei bleibt derzeit die MC mit einem Umsatzanteil von 71 Prozent im ersten Halbjahr 2003. Allerdings sei die Zahl der verkauften MCs in diesem Zeitraum um 17 Prozent gefallen. Videos und DVDs spielen keine Rolle. Während Universal, EMI und Sony über eigene Niederlassungen in der Türkei verfügen, arbeiten BMG und Warner mit lokalen Lizenznehmern zusammen.