Amerika hat gewählt und die Mehrheitsverhältnisse im Parlament haben sich gravierend verändert. Vom Stimmungsumschwung bei den Wählern profitierte unter anderem auch ein Musiker, der nun ins Repräsentantenhaus einzieht. Bei den Kongress- und Gouverneurswahlen am 7. November setzte sich John Hall überraschend gegen Sue Kelly durch. In ihrem Wahlkreis im Bundesstaat New York verpasste die Republikanerin äußerst knapp die Wiederwahl gegen den Außenseiter, der in den 70er-Jahren als Musiker zu Erfolgen kam.
Hall war Mitglied der Band Orleans, die ihre größten Hits mit „Still The One“ und „Dance With Me“ hatte. Zudem war er als Produzent für Bonnie Raitt, Janis Joplin und Linda Ronstadt aktiv.
Hall erhielt in den letzten Wochen Unterstützung von ganz oben: Bei seinen Wahlkampfauftritten halfen z.B. New Yorks wiedergewählte Senatorin Hillary Clinton, deren Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, sowie der Parteifreund und bisherige Generalstaatsanwalt New Yorks Eliot Spitzer – in der Musikbranche spätestens seit seinen Payola-Ermittlungen kein Unbekannter.
Spitzer selbst war als Wahlkämpfer noch erfolgreicher: Er setzte sich bei der Abstimmung mit klarer Mehrheit gegen seinen republikanischen Kontrahenten durch und wird neuer Gouverneur von New York.



