Musik

Musikbranche machte im ersten Halbjahr zweistelliges Minus

Die deutsche Musikbranche setzte im ersten Halbjahr 2001 10,8 Prozent weniger Tonträger ab als im Vergleichszeitraum 2000. Die Umsätze sanken sogar um 12,6 Prozent. Das meldete heute der der Bundesverband Phono.

Die deutsche Musikbranche setzte im ersten Halbjahr 2001 10,8 Prozent weniger Tonträger ab als im Vergleichszeitraum 2000. Die Umsätze sanken sogar um 12,6 Prozent. Das meldete heute der der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft. Statt 121,8 Millionen Tonträgern setzten die im Verband organisierten Firmen zwischen Januar und Juni nur noch 108,7 Millionen Einheiten ab. Am stärksten betroffen waren CD-Singles mit einem Absatzrückgang von 13,9 Prozent und CD-Longplayer (inklusive Compilations), die 13,3 Prozent einbüßten. Ursache für die massiven Einbrüche ist laut Verbandsgeschäftsführer Peter Zombik „ein dramatischer Anstieg des CD-Brennens“. Im letzten Jahr zur gleichen Zeit konnte die Branche noch mit einem Absatzplus von 3,5 Prozent glänzen. Zombik fordert angesichts der „unkontrollierten privaten Vervielfältigung von CD auf CD“ nun „die Bundesregierung auf, dem offensichtlichen Raubbau im Interesse der Musiker und der Musikwirtschaft Einhalt zu gebieten.“ Die anstehende Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht biete dafür die Gelegenheit.

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