Musik

Musikalisches Mahnmal für Asylrecht

Mit der Benefiz-Kopplung „On The Run“ unterstützen Künstler wie Die Toten Hosen, Mousse T., Laith Al-Deen, Tocotronic und viele weitere den Förderverein Pro Asyl.

“Gerade in der heutigen Zeit und vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen sind sich die beteiligten Künstler einig, dass ein unmissverständliches Zeichen dafür gesetzt werden muss, dass Asyl ein Menschenrecht ist und Flüchtlinge in Deutschland Schutz brauchen“, erklärt Tim Wermeling, Produktmanager und Promoter bei JKP.

„Der Schaffung von Öffentlichkeit und um der nachwachsenden Generation die Notwendigkeit des Rechtes auf Asyl nahe zu bringen, gilt das Hauptaugenmerk von ‚On The Run‚“, so Wermeling.

„Einsatz für Flüchtlinge und verfolgte Menschen, Kampf gegen rechte Tendenzen und Unterdrückung, die Verteidigung von Individualität, Freiheit, Kreativität und Vielfalt – für all das steht dieses Album“, unterstreicht Nicole Viusa, Mitarbeiterin von Pro Asyl.

„Wir freuen uns sehr, dass sich Künstlerinnen und Künstler der unterschiedlichsten Musikrichtungen dazu bereit erklärt haben, die Arbeit von Pro Asyl mit einem Beitrag zu diesem Projekt zu unterstützen. Besonders geholfen haben die Toten Hosen und ihr Label JKP, die schon seit vielen Jahren mit Pro Asyl zusammenarbeiten“, betont Viusa.

Viel Neues von alten Bekannten

Die Band bietet der Organisation auch eine Plattform auf ihrer Homepage und auf ihren Konzerten, wo Pro Asyl mit Ständen und Bannern präsent ist. Für die Benefiz-Compilation im Vertrieb von Indigo verzichten die Künstler auf Honorare. Alle Gewinne fließen direkt in die Arbeit von Pro Asyl.

Das Album bietet etliche bislang unveröffentlichte Titel wie „Brother On The Run“ von Mousse T., „Meine Stadt“ von den Toten Hosen, „Fallen sehen“ von Laith Al-Deen oder „Braun“ von Italo Reno & Germany feat. Curse.

Das Duo 2raumwohnung steuert mit einem Club-Edit von „Spiel mit“ einen bislang nur auf Vinyl erhältlichen Track bei, während die Sportfreunde Stiller („1. Wahl“) und Tocotronic („Racist Friend“) mit Live-Aufnahmen vertreten sind.

„Asylrecht ist Menschenrecht“

Im Booklet des im Digipak erhältlichen Albums finden sich Statements der beteiligten Künstler zu ihrer Motivation, sich an dem Projekt zu beteiligen. So erklärt Mousse T.: „Viele von uns können sich nicht vorstellen, auf der Flucht, weit weg von zu Hause, zu sein. Pro Asyl leistet einen großen Beitrag, um überhaupt Aufmerksamkeit für diese Problematik zu erregen.“

Auch Laith Al-Deen hofft durch sein Mitwirken, „wieder mehr Menschen auf eine wichtige Sache aufmerksam zu machen. Menschenfeindliche Umstände schreien förmlich nach öffentlicher Präsenz. Je mehr getan statt geredet wird, umso besser.“

Und die Toten Hosen schreiben: „Asylrecht ist Menschenrecht wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf Nahrung oder Meinungsfreiheit. Menschen, die auf der Flucht vor Verfolgung und Gewalt sind, haben ausnahmslos Solidarität und Hilfe verdient.“

Mehr Infos

www.dietotenhosen.de

www.proasyl.de