Auf der dritten Music DVD Conference, die am 6. März in Los Angeles über die Bühne ging, war vor allem die künftige digitale Auswertung von audiovisuellen Inhalten ein großes Thema.
So läge die Verkaufserwartung einer durchschnittlichen Musik-DVD in den USA bei 15.000 Einheiten, digitale Downloads könnten jedoch mehrere Hundertausend Kunden erreichen, erklärte Mitch Mallon, Vice President Sales bei Egami Media, dem digitalen Arm des DVD-Anbieters Image Entertainment. Wichtig sei es auch, mit Ausschnitten aus Musik-DVDs, die in Abspielgeräten wie Microsofts Zune zum Einsatz kommen sollten, neue Käuferschichten zu erreichen, ergänzte Chris Donaldson, Director Marketing des Anbieters Liberation.
Ein weiteres Thema auf der Konferenz, die vom US-Magazin „Home Media Magazine“ in Kooperation mit der Digital Entertainment Group, dem US-Fachmagazin „Hollywood Reporter“ und der Entertainment Merchants Association ausgerichtet wurde, waren die neuen, hochauflösenden Formate High Definition DVD und Blu-ray. Übereinstimmend urteilten mehrere Panel-Teilnehmer, dass im Musikbereich zurzeit kein oder nur ein sehr kleiner Markt für diese neuen Formate vorhanden wäre. Das läge vor allem an den Kunden, die angesichts der vielen neuen Formate in den vergangenen Jahren verunsichert seien. Aber auch die hohen Hardware-Preise und die Zurückhaltung des Handels, den neuen Formaten Regalplatz einzuräumen, würden verhindern, dass sich ein größerer Markt entwickeln könne.
Mike Carden, zuständig für das Nordamerika-Geschäft bei Eagle Rock, urteilte: „Veröffentlichungen in High Definition sind in einer Warteschleife. Und da die Authoring-Kosten mit 30.000 Dollar pro Titel sehr hoch sind, ist das Format bei nur bescheidenen Abverkäufen im Handel aktuell nur wenig mehr als ein Experiment.“


