Als eines der zentralen Ergebnisse der Konferenz zeichnete sich eine sehr positive Entwicklung bei den Musik-DVDs ab. So entwickle sich das Geschäft mit dem jungen Format in Richtung Massenmarkt, wie Olivier Robert-Murphy, VP International Marketing DVD Universal Music International, in London konstatierte: „Musik-DVDs bieten Plattenfirmen und Anbietern die Möglichkeit, extra Umsatz zu generieren.“ Schon heute sei das Format Musik-DVD ein wichtiges Geschäft. In den USA seien mit Musik-DVDs im vergangenen Jahr rund 600 Millionen Euro umgesetzt worden, in Europa immerhin 270 Millionen Euro. Universal verkaufte von der U2-DVD „Elevation 2001: U2 Live From Boston“ 700.000 Einheiten.
Vom bis dato größten weltweiten Erfolg, „Hell Freezes Over“ von den Eagles, seien mehr als eine Million Exemplare abgesetzt worden. Robert-Murphy erklärte, wer gewisse Schlüsselfaktoren beachte, etwa mit Künstlern und Management zusammenarbeite und lokale Gegebenheiten berücksichtige, der könne mit Musik-DVDs entsprechend erfolgreich arbeiten. Im Wettbewerb zwischen den Formaten DVD-Audio und Super Audio CD (SACD) verstärkten die SACD-Befürworter Philips und Sony ihre Bemühungen für die SACD. Wie Philips-Vertreter Paul Reynolds erklärte, solle die SACD langfristig „das existierende CD-Business ersetzen“.
Beide Elektronikkonzerne würden diese Entwicklung fördern und glaubten daran, durch das neue High-End-Format den derzeit strauchelnden Audio-Markt revitalisieren zu können. Der Vorteil für die SACD sei, dass sie trotz des anders lautenden Namens dem DVD-Video-Format technisch deutlich näher sei als die DVD-Audio. Diese ist mit DVD-Video-Playern nicht kompatibel, während die SACD als Hybrid eine CD-Schicht enthält und auf gängigen CD- und DVD-Geräten läuft. Für 2004 erwartet Philips weltweit einen SACD-Player-Absatz von 13,5 Millionen Geräten, 2002 sollen 2,5 Millionen Stück über die Ladentische gehen.



