Damit enden mehr als zwei Jahre rechtlicher Unsicherheit, denn die letzte Lizenz von VPL an MTV lief bereits im Sommer 1995 aus. Der Deal umfasst auch die MTV-Töchter VH-1 und M2, ist auf den 1. August 1995 zurückdatiert und beinhaltet daher auch die Zahlung einer „substantiellen“ Summe durch MTV an VPL als Lizenzgebühr für die seitdem vergangene Zeit. Der Vertrag läuft bis Ende 1998.
Unberührt von dieser Vereinbarung bleibt die Frage nach der Lizenzierung der Videos, die von den Majors wie Warner Music oder BMG Entertainment International hergestellt werden. MTV-Europe-President Brent Hansen hatte sowohl den Majors als auch VPL vorgeworfen, überhöhte Preise abgesprochen zu haben, und den Fall deshalb 1992 der Europäischen Kommission vorgetragen. Später klagte er VPL, die IFPI und die Majors vor einem britischen Gericht des Verstoßes gegen das EU-Wettbewerbsrecht an. Die damals von diesem Gericht angeordnete Verfügung ist noch immer in Kraft.


