Musik

MTV droht Image-Verlust wegen „Nipplegate“

Die US-amerikanische Medienaufsicht will ein Ermittlungsverfahren gegen die Sender MTV und CBS einleiten. Die nackten Tatsachen in der Halbzeit-Show der Superbowl-Übertragung könnten den Clip-Kanal teuer zu stehen kommen.

Die US-amerikanische Medienaufsicht will ein Ermittlungsverfahren gegen die Sender MTV und CBS einleiten. Die nackten Tatsachen in der Halbzeit-Show der Superbowl-Übertragung könnten den Clip-Kanal teuer zu stehen kommen. Justin Timberlake und Janet Jackson hatten bei ihrem Auftritt am 1. Februar für eine entblößte Brust der Sängerin und in der Folge für einen gewaltigen Medienrummel gesorgt. Die Federal Communications Commission (FCC) will nun untersuchen, ob die beiden Sender des Viacom-Konzerns gegen bestehende Anstandsregeln im US-Fernsehen verstoßen haben. Der FCC-Vorsitzende Michael Powell, Sohn des amerikanischen Außenministers Colin Powell, zeigte sich „empört“ über die „beklagenswerte Einlage“. Bei einem Strafmaß für derartige Verstöße von derzeit 27.500 Dollar könnte es im Fall eines Schuldspruchs teuer für Viacom werden, da die Sender CBS und MTV ihr Programm über Dutzende lokal operierende Kanäle ausstrahlen. Obendrein beraten US-Politiker gegenwärtig über eine eventuelle Verzehnfachung dieser „Indecency“-Strafen. Fest zu stehen scheint indes, dass MTV von seiner Konzernschwester CBS den Auftrag zur Produktion der Halbzeit-Show nicht mehr bekommen wird. Das Programm dauert zwar nur eine knappe Viertelstunde, es gilt jedoch als „die teuersten zwölf Minuten im Show-Business“. Allein in den USA sehen jährlich knapp 100 Millionen Menschen das Football-Endspiel, weltweit sollen es bis zu eine Milliarde TV-Zuschauer sein. Neben dem Image-Schaden gehen MTV somit künftig wegen „Nipplegate“ geschätzte vier Millionen Dollar Gewinn aus Werbeeinnahmen verloren.

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