Die Fachwelt staunte nicht schlecht über Motorolas neues Mobiltelefon – doch noch mehr staunte Motorola über die Schlagzeilen zur Produktneuerung und sah sich in der Folge zur Aufklärung genötigt: Das E1060, das auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Cannes vorgestellt wurde, ist nicht das von der Branche erwartete iTunes-Handy. Das soll nämlich ROKR heißen und demnächst vorgestellt werden. Man habe das E1060 nur zu Demonstrationszwecken genutzt, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Man wollte mit dem Multimedia-Handy E1060 den Messebesuchern nur zeigen, wie die Musiksoftware auf einem Mobiltelefon funktionieren kann.
Das eigentliche iTunes-Handy wird sich in die jüngste Familie der Motorola-Geräte mit den Vierbuchstabenkürzeln einreihen. Neben RAZR, SLVR, BLZR und PEBL soll also demnächst das ROKR als „telefonierender iPod“ kommunikationsfreudige Musikfans begeistern. Technische Details zum ROKR gab es dennoch keine – man wolle Mitbewerbern keine frühzeitigen Einblicke geben, hieß es von Motorola. Fest steht nur, dass Käufer mit einer auf Java basierenden Version der Apple-Software iTunes rechnen können.
Beobachter rechnen nun mit der Vorstellung des ROKR im Rahmen der CTIA Wireless in New Orleans im März. Laut Amer Husaini, bei Motorola als Vice President für Mobilgeräte verantwortlich, wird iTunes der Standardplayer auf allen Handys des Unternehmens sein, doch man wolle weiterhin andere Systeme wie z.B. den RealPlayer unterstützen. Jetzt fehlen nur noch Netzbetreiber, die mobile Downloads über den iTunes Music Store ermöglichen, doch nach Angaben von Motorola-CEO Ed Zander befindet sich Apple bereits in Verhandlungen mit diversen Providern.



