Manche Freunde können ziemlich anstrengend sein: Lemmy Kilmister, Frontmann und Markenzeichen der Metal-Band Motorhead, muss wegen seiner allseits bekannten Vorliebe für Jack-Daniels-Whiskey einen längeren Krankenhausaufenthalt hinnehmen. Bereits am Wochenende wurde der 59-jährige Rocker wegen Dehydrierung und akuter Erschöpfung in ein deutsches Krankenhaus eingeliefert.
Motorhead befinden sich momentan auf einer ausgedehnten Europa-Tournee. Solange sich der Sänger nicht erholt hat, müssen die bis dahin geplanten Konzerte entfallen. Seine Bandkollegen und langjährigen Wegbegleiter nehmen die Nachricht gelassen. „Ich muss acht Flaschen Gatorade und eben so viel Wasser trinken, um eine unserer Shows durchzustehen“, resümiert Drummer Mikkey Dee. „Ich bin kurz vorm Umkippen, und dann steht da Lemmy, der sich zu Tode schwitzt und lediglich seinen Jack mit Cola trinkt.“
Gute Freunde kann niemand trennen
Die behandelnden Ärzte haben dem Raubein geraten, dass er sich und seinen Alkoholkonsum insbesondere angesichts der hohen Sommertemperaturen etwas zurücknehmen solle. Ein gut gemeinter Tipp, der definitiv nicht ankommen wird. Das weiß auch Bandmanager Todd Singerman: „Sehen wir der Wahrheit doch mal ins Auge: Lemmy ist der klassische Rock’n’Roll-Schwerlaster, der über Jahrzehnte hinweg jegliche Logik ignoriert hat. Aber auch Schwerlaster brauchen ab und an mal ein bisschen Pflege.“
Singerman beteuert, dass der jüngste Zusammenbruch des Sängers keine Lebensgefahr für den selbstzerstörerischen Rocker bedeutet. Lemmy müsse allerdings lernen, seinen Lebensstil zu ändern.


