Erst machten ihr die russischen Organisatoren in Sachen Konzertlocation einen Strich durch die Rechnung, jetzt ist auch noch der Auftrittstermin selbst gecancelt: Madonnas allererstes Konzert in Moskau findet nun einen Tag später als geplant statt.
Der Terminverlegung vom 11. auf den 12. September gingen andauernde Querelen bezüglich der Ortswahl voraus. Ursprünglich wollte sich der Popstar auf dem Roten Platz in Szene setzen. Das Allerheiligste Russlands wurde Madonna jedoch als Auftrittsort verwehrt, sodass sich das Management einen neuen, möglichst prestigeträchtigen Platz suchen musste. Der spektakuläre Wolkenkratzer vor der Staatlichen Universität sollte es dann sein. Aber auch hier hieß es: Njiet.
Der Glamourfaktor bröckelt
Der Polizei und dem Inlandsgeheimdienst FSB zufolge ist das Gelände zu klein und zu unübersichtlich für die erwarteten 100.000 Zuschauer. Auch konnte einer Forderung Madonnas nicht nachgekommen werden, die besagte, man solle die Studenten in dem Wolkenkratzer am kostenlosen Zuhören hindern.
Jetzt soll die Popqueen im 85.000 Sitzplätze bietenden Olympiastadion im Sportpark Luschniki auftreten. Vize-Bürgermeisterin Ljudmila Schwezowa: „Dort kann die Sicherheit der Zuschauer garantiert werden.“
Die Polizei wiederum ist von dieser Aussage nicht überzeugt. Sie möchte Madonna am liebsten an den Stadtrand verbannen und auf dem wenig glamourösen Flugfeld Tuschino singen lassen.


