Gegen Streamcast Networks, Betreiber der umstrittenen Tauschbörse Morpheus, reichten die Plattenfirmen nun erneut Klage ein. Erst im April hatte ein Gericht in San Francisco der Firma bescheinigt, nicht für den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützten Inhalten verantwortlich zu sein. Diesmal gehen die Majors gegen eine digitale Radio-Datenbank der P2P-Musikbörse vor Gericht, die jedoch nie in Betrieb war. Streamcast hatte vor drei Jahren versucht, ein Online-Radio aufzubauen, dies jedoch wieder verworfen, weil die Labels keine Lizenzen erteilen wollten. In der Klageschrift heißt es, dass die Betreiber des Tauschnetzwerks CDs mit mehreren tausend Songs erworben haben, um diese dann, ohne Genehmigung der Plattenfirmen beziehungsweise der Urheber, in digitale Dateien für seine Radio-Datenbank umzuwandeln. Im weiteren Verlauf hätte dann Streamcast – so der Vorwurf – diese Files zu kommerziellen Zwecken weiterverbreitet. Die Klage wurde diesmal bei einem Bundesgericht in Nashville eingereicht, dort firmierten die Vorläuferfirmen von Streamcast (MusicCity.com und Infinite Music).
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