Ihre Eltern versprachen, sie nach dem Kloster Maria de Montserrat Viviana Concepción zu nennen, wenn ihrer Tochter bei der Geburt nichts zustößt. Seither prägt dieser Name die Karriere der spanischen Diva. Dem Kloster bleibt Montserrat Caballé bis heute verbunden, dort gab sie etwa auch ihrem Mann Bernabé Marti das Ja-Wort. Seit 1965 ist sie bei RCA unter Vertrag und veröffentlichte dort über 80 Opern-, Lied- und Konzertaufnahmen. Zuletzt erschien im Herbst „Viva La Diva„, „ein sehr wichtiges Album, das auch in den Läden auf große Resonanz stößt“, sagt Product Manager Thomas Becker bei BMG Ariola Classics. Darauf ist auch der Song „Hijo De La Luna“, der dem Publikum durch die Lancia-Thesis-Werbung, die noch bis zum 31. März läuft, in Erinnerung sein dürfte.
Jetzt erscheint die erste CD der Trilogie „Songs Of The Spanish Renaissance Vol. 1“ (RCA Red Seal, Bestellnummer 74321 75858 2), in der Montserrat Caballé ihren katalanischen Wurzeln nachgeht. Die Sopranistin war im Laufe ihrer Karriere wegweisend, nicht nur bei romantischen Opernarien und im Belcanto-Fach. Der Song „Barcelona“, den Montserrat Caballé im Duett mit Queen-Frontmann Freddie Mercury sang, wurde zur Hymne der Olympischen Spiele 1992 in Barcelona und ebnete den Weg für die Crossover-Klassik. Damit machte Montserrat Caballé das Genre salonfähig. „Sie ist immer schon ein Star für die ganze Familie gewesen, und übt eine ungeheure Faszination auf das Publikum aus“, schwärmt Thomas Becker. Und nicht einmal zu ihrem Geburtstag gönnt sich Montserrat Caballé Ruhe: Am 12. April tritt sie im Rahmen ihrer Tour in Hamburg auf – ans Aufhören denkt sie noch lange nicht.



