Musik

Monkey-Fieber erreicht USA

Während die britische Branche noch die Verkaufserfolge der Arctic Monkeys feiert, erreichen die ersten Ausläufer der Monkey-Mania die USA. Das Debüt der Band kommt dort zwar erst in vier Wochen in den Handel, doch schon jetzt überschlagen sich die Medien.

Während die britische Branche noch die überwältigenden Verkaufserfolge der Arctic Monkeys feiert, erreichen die ersten Ausläufer der Monkey-Mania die Ostküste der USA. Das Debüt der Band kommt dort zwar erst in vier Wochen in den Handel, doch schon jetzt überschlagen sich die Medien. Der „Rolling Stone“ bezeichnete Sänger Alex Turner bereits als den „am schnellsten aufsteigenden Rockstar Englands“ und kann die Veröffentlichung von „Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not“ kaum erwarten. Die ausverkaufte Kurztournee in den USA im Herbst 2005 sei einfach zu überzeugend gewesen.

Noch deutlicher wird das Lob allerdings in einem der Leitmedien des Landes. Die ehrwürdige „New York Times“, sonst nicht gerade dafür bekannt, musikalisch immer auf der Höhe der Zeit zu sein, schreibt über das Arctic-Monkeys-Debüt von einem „modernen Klassiker“ und bezeichnet die Band als „brillant“. „Sie werden wahrscheinlich das ganze Jahr lang keine bessere CD hören“, verspricht der „NYT“-Kritiker.

Große Aufmerksamkeit dürfte in den USA indes vor allem den Exportplänen des Labels Domino zuteil werden. Während die Indiefirma bei der Vermarktung von Franz Ferdinand noch auf eine Zusammenarbeit mit Epic/Sony BMG gesetzt hatte, bei der der US-Major neben dem Vertrieb auch einen Teil der Marketing- und Promotionarbeit übernommen hatte, will Domino mit den Arctic Monkeys auch in Amerika unabhängig bleiben. Den Vertrieb des Albums übernimmt die Alternative Distribution Alliance (ADA), der Indievertriebsarm der Warner Music Group. Egal, wie gut „Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not“ in den USA abschneiden wird: Die Rekordverkäufe in Großbritannien lassen aufhorchen. Gemessen an der Größe des US-Markts entsprechen die 360.000 Einheiten in UK einem amerikanischen Erstwochenergebnis von knapp zwei Mio. Exemplaren.

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