Der US-Fernsehsender hatte die Band aus seinem Programm verbannt, nachdem Sänger Vince Neil bei einem Auftritt in der „Tonight Show“ einen Kraftausdruck verwendet hatte. In der Klageschrift heißt es nun, dass NBC damit das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt sowie den Verkäufen der Band geschadet habe. „Wir wollten niemanden verärgern“, beteuert Bassist Nikki Sixx. Er sei davon überzeugt, dass man seine Band zu unrecht an den Pranger stelle und an ihr ein Exempel statuieren möchte, um die Medienaufsicht zu besänftigen.
Wollen wieder ins NBC-Programm
Mit ihrer Klage will die Band nun u.a. erreichen, dass das Auftrittsverbot bei NBC wieder aufgehoben wird. NBC ließ jedoch in einer Mitteilung verlauten, dass man zur Erfüllung der Sendeauflagen druchaus das Recht habe, Gäste, die gegen diese Regeln verstießen, nicht wieder einzuladen. Die Klage von Mötley Crüe sei daher wertlos.
In einem Artikel der „New York Times“ wird das Vorgehen der Band als weltfremd bezeichnet, da die US-Gerichte den Sendeanstalten in der Vergangenheit bereits großen Entscheidungsfreiraum bei der Gestaltung ihres Programms eingeräumt hätten. Dennoch werteten die Autoren die Klage als weiteres Indiz dafür, wie angespannt das Verhältnis zwischen Unterhaltungskünstlern und Medienunternehmen seit dem Super-Bowl-Skandal ist.


