Die Umsätze mit mobilen Musikinhalten sollen sich nach neuesten Untersuchungen der Marktforscher von Informa Media & Telecoms in den kommenden fünf Jahren verdoppeln: Bis 2010 erreiche der Markt ein weltweites Volumen von 11,3 Mrd. Dollar, heißt es in der aktuellen Studie „Mobile Music“. Damit schrauben die britischen Branchenanalysten ihre Schätzungen aus dem Vorjahr deutlich nach oben: Noch Mitte 2004 peilten sie den mobilen Umsatzhöhepunkt für das Jahr 2008 an und rechneten mit einem Volumen von nur 4,7 Mrd. Dollar.
Als neue Wachstumsmotoren haben die Briten vor allem mobile Downloads in voller Länge und Ringback Tones ausgemacht: Nach einem derzeitigen Umsatzanteil bei Trackdownloads von weniger als einem Prozent am globalen Musikgeschäft sollen 2010 bereits 14 Prozent oder 1,6 Mrd. Dollar auf diesen Bereich entfallen, die Umsätze mit Ringbacks könnten von derzeit weniger als 500 Mio. Dollar bis 2010 auf 2,4 Mrd. Dollar steigen und neun Prozent ausmachen.
Parallel verlieren Klingeltöne ein wenig an Bedeutung: Derzeit entfallen noch rund 89 Prozent aller Umsätze im mobilen Musikgeschäft auf diesen Bereich, in fünf Jahren sollen es noch 60 Prozent sein.
Auf regionaler Seite bleiben die Märkte in Asien und Europa führend: 47 Prozent aller Umsätze sollen dabei im Jahr 2010 auf Asien entfallen, 27 Prozent auf Europa. Allerdings holt Nordamerika auf und legt von neun Prozent Marktanteil im Jahr 2005 bis 2010 auf 19 Prozent zu.
Obwohl die Informa-Analysten ihre Prognose für das mobile Musikgeschäft mehr als verdoppelt haben, rechnen sie weiterhin mit geringeren Umsätzen als ihre Kollegen von PriceWaterhouseCoopers: Die hatten kürzlich ein Umsatzvolumen in Höhe von 18,9 Mrd. Dollar für das Jahr 2009 vorhergesagt.



