Musik

Mobile Musiknutzung im Wandel

Tim van Dyk von Warner Music erwartet einen stetig wachsenden Anteil digitaler Musikinhalte am Gesamtumsatz der Musikindustrie.

Ob der Marktanteil digitaler Musikinhalte am Gesamtumsatz der Musikindustrie tatsächlich im Jahr 2008 20 bis 30 Prozent ausmachen wird, wie von Marktforschern prophezeit, kann der Director New Business bei der Warner Music Group Germany, Tim van Dyk, natürlich nicht beschwören. Doch dass die Nutzung von Musik sich zunehmend „mobilisieren“ wird, daran ließ van Dyk keinen Zweifel anlässlich eines Pressetermins zum Thema „Mobile Entertainment im Zeitalter von UMTS“, der von Vodafone D2 am Mittwoch in Hamburg veranstaltet wurde.

Allein die Tatsache, dass mittlerweile Musikstücke und nicht mehr nur Klingeltöne aufs Handy geladen werden können, spreche für den Trend. Bereits heute betrage der Anteil von Musik am gesamten Markt von mobilem Content rund 60 Prozent. Und dass Branchenführer Apple mit seinem legalen Downloadshop iTunes schon angekündigt habe, auch sein Angebot für mobile Geräte zugänglich zu machen, unterstreiche nur die Bedeutung digitaler Musik für die mobile Branche.

Für die Zukunft erwartet van Dyk vor allem, dass mehr Kunden zwischen Eigentum und nur zeitweisem Besitz an Inhalten in diesem Bereich für sich zu unterscheiden lernen. Zugleich sollten auch die Abspielgeräte Kompatibilitätsprobleme zwischen unterschiedlichen Angeboten einerseits und verschiedenen anderen Endgeräten zu Hause andererseits besser in den Griff bekommen. Eine Lösung könnte seiner Ansicht nach sein, dass der Nutzer Inhalte gar nicht mehr selbst speichert, sondern konstanten Zugriff auf einen Entertainmentserver in Echtzeit und hoher Qualität kauft, mietet oder abonniert, so van Dyk.