Fast sieben Prozent aller Chart-relevanten Verkäufe, die die britischen Marktbeobachter der Official UK Charts Company im laufenden Jahr bislang für ihre Hitlisten ausgewertet haben, entfielen auf mobile Musikdownloads. Nach Informationen der britischen BBC soll das einem wöchentlichen Wert von 70.000 Tracks entsprechen oder auch 840.000 Songs hochgerechnet auf die bislang zwölf Charts-Wochen in Großbritannien.
Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2005 verkauften sich in UK nach Angaben des britischen Phonoverbands BPI 21,4 Mio.CD-Singles bei prozentual zweistellig sinkender und 26,4 Mio. Trackdownloads bei dreistellig steigender Tendenz. Auf die Kunden des Hutchison-Netzwerks 3 entfielen dabei mehr als die Hälfte aller mobilen Musikdownloads, die verbleibenden steuerten Vodafone- und Orange-Kunden bei.
Während 3 gerade erst bekannt gab, binnen vier Monaten seit Markteintritt eine Mio. Songs als mobile Downloads verkauft und damit einen Marktanteil von 53 Prozent im noch jungen britischen Markt für mobile Over-the-Air-Downloads (OTA) erreicht zu haben, versucht Vodafone mit einem Dreh an der Preisschraube gegenzusteuern: Die Mobilfunker wollen ihren Kunden die Scheu vor versteckten Kosten bei mobilen Musikdownloads nehmen und verzichten künftig auf die bislang zusätzlich fälligen Übertragungsentgelte.


