Musik

Minus von elf Prozent für Musikindustrie Österreichs

Die IFPI Austria gab am 23. August das Ergebnis für das erste Halbjahr 2001 bekannt: Demnach schrumpfte der österreichische Markt nach Umsätzen um elf Prozent und nach Stückzahlen um 15 Prozent.

Die IFPI Austria – Verband der Österreichischen Musikwirtschaft gab am 23. August das Ergebnis für das erste Halbjahr 2001 bekannt: Demnach schrumpfte der österreichische Markt nach Umsätzen um elf Prozent auf 1,72 Milliarden Schilling und nach Stückzahlen um 15 Prozent auf 9,2 Millionen verkaufte Tonträger. Für den meldete die IFPI Austria noch ein Umsatzplus von rund zehn Prozent. Als Hauptgründe für den Einbruch führt der Verband die Brennerproblematik und die Nutzung von Online-Tauschbörsen an: Laut einer Studie der Marktforscher von Fessel-GfK wurden allein im ersten Halbjahr 2001 sechs Millionen CD-Rs mit Musik bespielt, während es im waren. Als Sprecher der IFPI Austria erklärt Thomas Böhm: „Eine spezifisch österreichische Ursache für den Marktrückgang im ersten Halbjahr 2001 war die wirtschaftliche Krise bei Libro, einem der größten Handelspartner. Drastisch reduzierte CD-Einkäufe und ein vorübergehender Einkaufsstop im zweiten Quartal hatten deutlich negative Auswirkungen auf den Gesamtmarkt zur Folge.“ Er ergänzt: „Die vergleichsweise positive Entwicklung seit der Jahresmitte gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus, das Ergebnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen bis zum Jahresende zu verbessern.“