Popstar Kylie Minogue zerrt ihren einstigen Förderer vor Gericht. Weil ihr Pete Waterman angeblich einen sechsstelligen Betrag an Tantiemen schuldet, hat Minogue nun Klage eingereicht. Der Streit zwischen der Sängerin und Waterman zieht sich bereits seit zwei Jahren hin. Minogue hatte damals eine auf Tantiemenabrechnungen spezialisierte Buchprüfungsfirma beauftragt, die Bücher bei Watermans Firma PAL Poductions zu untersuchen. Ergebnis: Waterman, einst Bestandteil des in den 80er-Jahren äußerst erfolgreichen Londoner Produktionsteams Stock Aitken Waterman, habe Minogue mindestens zehn Prozent an Tantiemen unterschlagen – über 630.000 Euro. In der Zwischenzeit hat PAL zwar 380.000 Euro an die Sängerin überwiesen, aber Kylie besteht auf den restlichen Betrag.
Hauptstreitpunkt ist Minogues erstes „Greatest Hits“-Album, das im Jahr 1992 erschien und zehn Jahre später noch einmal veröffentlicht wurde. Stock Aitken Waterman verhalfen Minogue 1988 mit der Hitsingle „I Should Be So Lucky“ zum Durchbruch außerhalb ihrer australischen Heimat, wo sie bereits als Darstellerin in der Soap „Neighbours“ bekannt war.



