Am 20. Januar werden sich im Debussy-Auditorium des Festival-Palais zum achten Mal Künstler, Produzenten und Manager aus der internationalen Klassikszene zur Verleihungszeremonie einfinden, um ihre Awards in Empfang zu nehmen. Über 100 Fachjournalisten von Klassik-Zeitschriften aus sechs Ländern nominierten in 25 Kategorien die Kandidaten – das breite Spektrum reicht von „Frühe Musik“ und „Oper 17./18. Jahrhundert“ über Kammermusik und Orchesterwerke bis hin zu „Oper: CD-Premiere“ und Filmmusik.
Unter den Nominierungen finden sich Aufnahmen von Murray Perahia, Christopher Hogwood, Nikolaus Harnoncourt, Pierre Boulez, der Akademie für Alte Musik Berlin, des Barockorchesters Stuttgart unter Friedrich Bernius und des Kammerorchesters München mit Christoph Poppen. Außerdem gibt es Preise für den besten Nachwuchsinterpreten, für das Lebenswerk eines Künstlers und für den besten lebenden Komponisten.
Letzterer ist nach Einschätzung der Jury der Däne Poul Ruders, weshalb Prinz Henrik von Dänemark Ehrengast der Verleihungszeremonie ist. Doch damit nicht genug: Den Emil-Berliner-Preis erhält ein Produzent für sein Gesamtwerk, und für die besten DVDs werden in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musik Zentrum Wien (IMZ) zwei Video-Awards verliehen. Schließlich wird aus allen prämierten Aufnahmen noch die „Schallplatte des Jahres“ gekürt.
Neben den internationalen Cannes Classical Awards gibt es in diesem Jahr erstmals auf der Midem bei der Verleihung der „Victoires de la Musique Classique“ am 23. Januar Auszeichnungen in acht Kategorien; das französische Fernsehen überträgt die Gala im dritten Programm. Mit beiden Awards-Veranstaltungen liefert die Midem Classique, die es bereits in den Achtzigern gab und die vor drei Jahren wiederbelebt wurde, einen festlichen Rahmen für das geschäftige Treiben auf der Musikmesse.
Zu den Ausstellern im Klassikbereich gehören unter anderem Firmen wie Naxos, Haenssler, Orfeo, Schott Music International, Tacet und Hungaroton. Und auch im Konferenzprogramm der diesjährigen Midem bildet die Klassik einen Schwerpunkt: Eine „Einführung in die Strukturen des Musikbusiness“ steht am 20. Januar auf dem Programm und „Promotionarbeit“ am 21. Januar. Am 22. Januar geht es um „Nischenmanagement“ und am 23. Januar um „Klassische Musik und neue Technologie“.



