Musik

Microsoft schiebt Zune in Europa weiter vor sich her

Der europäische Verkaufsstart des Zune-Players lässt weiter auf sich warten. Aber auch in den USA seien Plattform und Player noch ein Zuschussgeschäft, verriet Microsoft-CEO Steve Ballmer.

Der europäische Verkaufsstart des Zune-Players lässt weiter auf sich warten. Aber auch in den USA seien Plattform und Player noch ein Zuschussgeschäft, verriet Microsoft-CEO Steve Ballmer im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“: „Bisher verlieren wir in dem Geschäft Geld, weil wir investieren müssen“, sagte er. „Daher haben wir uns entschieden, noch nicht in neue Märkte zu gehen.“ Dies lohne sich erst, wenn die selbst gesteckten Ziele erreicht seien. „Wann das der Fall sein wird, kann ich heute noch nicht sagen“, ergänzte der Manager. Zu Jahresbeginn hatte es noch geheißen, die Zune-Plattform solle im vierten Quartal 2007 ihren Europastart feiern.

„Unser primäres Ziel war es, in den Markt zu kommen, einige Innovationen anzubieten und zu lernen“, sagte Ballmer. „Die USA sind dafür ein guter Markt, weil er unser heimisches Terrain ist.“ Mit der Zeit wolle Microsoft verschiedene Zune-Versionen entwickeln, aber auch das Unterhaltungsangebot ausbauen: „Es ist klar, dass wir neue Dienste brauchen, nicht nur einen Internet-Musikshop.“

Zuletzt gab es bei Microsoft Verwirrungen um die Marke von einer Million verkaufter Player: Zunächst hatte Unterhaltungschef Robbie Bach diese Grenze in einem Interview als schon erreicht abgehakt, wenig später ruderte der Konzern zurück, ließ das Zitat Bachs verändern und kündigte an, die Millionengrenze bis Ende Juni erreichen zu wollen.

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