Musik

Microsoft macht sich an Napster ran

Microsoft lässt im Markt für Downloads seine Marketing-Muskeln spielen, und will sich vor allem für Napster stark machen. Analysten halten das für notwendig, damit das WMA-Format nicht ins Hintertreffen gerät.

Der Softwaregigant Microsoft lässt im wachsenden Markt für Downloads ein wenig seine Marketing-Muskeln spielen: Laut US-Medienberichten macht sich das Unternehmen hinter den Kulissen vor allem für Roxios Napster-Dienst stark. Analysten halten das auch für notwendig, damit Microsoft im Gerangel um das führende Format im Download-Biz nicht ins Hintertreffen gerät: Microsoft wolle ganz sicher nicht zusehen, wie Apple den Markt dominiere und die Standards setze, sagte Michael Goodman, Analyst der Yankee Group der „New York Post“. „Dabei kommt es Microsoft nicht darauf an, wie viele Shops es gibt, die das WMA-Format unterstützen, nur etabliert müssen sie sein.“ Die Download-Angebote im WMA-Format seien noch zu klein, um mit Apples iTunes-Service konkurrieren zu können. Dabei spiele es kaum eine Rolle, dass mehr als 60 verfügbare Digital-Player Microsofts WMA-Format unterstützen. Der iPod sei einfach ein Schwergewicht im Player-Markt geworden, meint Goodman. „Napster wird Probleme haben, bis die WMA-Player eine gewisse Verbreitung gefunden haben“, ergänzt er. „Ein Vorteil Apples ist, dass sie iPod und iTunes parallel vermarkten können“, gab auch Napster-COO Laura Goldberg gegenüber der „Post“ zu.