Musik

Michael macht Millionen

Ein namentlich nicht bekannter russischer Geschäftsmann zahlte George Michael für ein privates Silvesterkonzert knapp 2,3 Millionen Euro.

Trotz seiner letztjährigen Drogeneskapaden kann sich George Michael über mangelnde Beliebtheit nicht beklagen. Während er 2006 auf seiner Comeback-Tournee von Tausenden von Fans frenetisch gefeiert wurde, ist es manch einem gut betuchten Anhänger seiner Musik sogar eine siebenstellige Summe wert, den 43-Jährigen einmal live auf der Bühne zu erleben.

Fällig wurde der Betrag in Höhe von umgerechnet knapp 2,3 Millionen Euro nicht etwa im Zuge einer aus dem Ruder gelaufenen eBay-Auktion, sondern als privat ausgehandelte Gage für ein Silvesterkonzert im kleinen Kreis. Ein russischer Milliardär hatte sich in den Kopf gesetzt, seine Gäste zum Jahresausklang mit den Popperlen des ehemaligen Wham!-Sängers zu beglücken. Konserve allerdings durfte es nicht sein. Weswegen der anonyme Fan kurzerhand Sänger samt Band und Backgroundsängerinnen buchte und per Privatjet einfliegen ließ.

Viel Ruhm, viel Ehr, viel Geld – und wenig Zeit

Der 1,5 Millionen britische Pfund teure Konzertspaß war nach Angaben des Managements nach einer knappen Stunde vorbei. Gefeiert wurde in einem Anwesen etwa 30 Kilometer außerhalb von Moskau. Für das Event hatte der Geschäftsmann den Fitnessbereich kurzerhand in einen Nachtclub verwandeln lassen. Eine Sprecherin: „Es war eine spaßige Nacht, und am nächsten Morgen war George schon wieder in Großbritannien zurück.“

Hätte er nur gewollt, ein paar Tage länger hätte der Star schon bleiben können. Denn der Gerichtstermin, bei dem er sich wegen Cannabiskonsums und Fahruntüchtigkeit verantworten muss, steht erst am 11. Januar an. Aber vielleicht wollte er nicht riskieren, das soeben hart verdiente Geld während eines Sightseeingtrips in Moskau zu verpulvern. Man weiß ja nie, was das Hohe Gericht so an Bußgeldern verhängt.