Musik

Meier-Beer will Ukraine ein Signal senden

NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer will beim deutschen Vorentscheid zum Grand Prix gemeinsam mit etablierten Künstlern Nachwuchsacts fördern. Zudem betonte er die politische Dimension des im kommenden Jahr in der Ukraine ausgetragenen Finales.

Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovisions Grand Prix sollen im Jahr 2005 Nachwuchsacts von etablierten Künstlern präsentiert werden, erklärte NDR-Unterhaltungschef Dr. Jürgen Meier-Beer im Gespräch mit musikwoche. Dieses Konzept habe eine große Rückendeckung in der Musikszene, komme auch bei den Plattenfirmen gut an und stoße auf allgemein große Sympathie, ergänzte er, nachdem er zuvor das Ende der Zusammenarbeit mit Viva bestätigt hatte: Dieses Verhältnis habe sich „aus unterschiedlichen Gründen auf beiden Seiten auseinanderentwickelt“.

Meier-Beer, den musikwoche auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt Kiew erreichte, betonte zudem die gewachsene politische Dimension der Eurovisions-Show, die sich in den vergangenen Jahren mit Auftritten in Estland oder der Türkei herausgebildet habe: „So politisch wie diesmal war es allerdings noch nie.“ Sängerin Ruslana, die mit ihrem Sieg im Jahr 2004 das Finale des Grand Prix für 2005 in die Ukraine holte, stehe jetzt in enger Verbindung zur dortigen Demokratiebewegung. Mit dieser Entwicklung müsse man „verantwortlich umgehen, und das haben wir vor“, meinte Meier-Beer. „Wir müssen aus Deutschland einen Beitrag schicken, der ein Signal gibt, dass uns der Auftritt in der Ukraine wichtig ist.“

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