Das Quotentief beim diesjährigen Grand-Prix-Vorentscheid lässt Spekulationen über einen Rückzug der ARD vom Gesangswettbewerb laut werden. Bei der Veranstaltung am 12. März schalteten lediglich 3,5 Mio. Zuschauer ein, zwei Mio. weniger als beim bisherigen Rekordtief im Jahre 2003. Deswegen gebe es bei der ARD nach Angaben der „Bild“-Zeitung Überlegungen, den Gesangswettbewerb aus dem Programm zu nehmen.
NDR-Unterhaltungschef Dr. Jürgen Meier-Beer wiegelt jedoch ab. Über die Zukunft des Grand Prix in der ARD wird erst nach dem Finale in Kiew entschieden, erklärte er gegenüber „Spiegel Online“. Er gab zu bedenken, dass die Sendung, die erstmals an einem Samstagabend ausgestrahlt wurde, gegen eine starke Konkurrenz wie die RTL-Show „Wer wird Millionär?“ zu kämpfen hatte. Meier-Beer schließt auch eine Rückkehr zu Spaßkandidaten wie dem „Big Brother“-Teilnehmer Slatko nicht komplett aus. Im Vordergrund müsse der Erfolg im Finale stehen.
Die Vorentscheid-Show stand bereits vor zwei Jahren kurz vor dem Aus. Damals holte die Kooperation der ARD mit dem Jugendsender Viva, die geänderte Auswahl- und Bewerbungsmodalitäten vorsah, den Wettbewerb aus dem Quotentief.



