Die GEMA hat in den 100 Jahren ihres Bestehens maßgeblich zur musikalischen Vielfalt unserer Kultur beigetragen. Auch wenn landläufig behauptet wird, dass „der Applaus das Brot des Künstlers“ sei, so ist es doch in erster Linie die gesicherte wirtschaftliche Grundlage, die es unseren Künstlern ermöglicht, kreative Arbeit auf höchstem Niveau zu leisten. Für die ersten 100 Jahre im Dienste der Urheber musikalischer Werke kann ich der GEMA nur größten Respekt zollen. Gerade im Zeitalter des Internets, in dem offensichtlich die Wertigkeit des geistigen Eigentums vom Konsumenten nicht mehr angemessen honoriert wird, besteht die größte Herausforderung für die Verwertungsgesellschaft darin, geeignete Vergütungsmodelle zu entwickeln und zu implementieren, die verhindern, dass die digitale Nutzung der Copyrights nicht zu Lasten der Rechteinhaber geht.
Bernd Dopp President Warner Music Germany Group
Danke der GEMA für die ersten 100 Jahre, wobei ich als Indie-Verleger auch mal speziell den Service der „normalen“ Angestellten hervorheben möchte: Denn selbst bei kleinsten Anfragen bezüglich Titel/Originalverleger erhielt ich immer einen schnellen Service, und sogar bei Fehlbeträgen wurde meist auch immer schnell nachverrechnet. Danke für die derzeitigen Bemühungen zur Erhaltung unserer Einkünfte seitens der Schallplattenindustrie. Und ich hoffe auch, dass es die GEMA beim Inkasso aller derzeitigen und zukünftigen Online-Geschäfte schaffen wird, maßgeblich zu unser aller Erfolg beizutragen.
Hille H. Hillekamp Inhaber Grand H Music Little H Music & Media
Ich kenne genügend Kollegen, die international arbeiten. Sie klagen mir oft ihr Leid, wie unzureichend ihre Interessen als Urheber von Musikstücken in anderen Ländern und Erdteilen wahrgenommen werden. So gesehen bin ich sehr froh, in einem Land zu leben, in dem sich eine verlässliche Einrichtung schon lange darum kümmert, dass Autorenschaft angemessen vergütet wird. Man hat schon viel über deutsche Bürokratie gelästert, aber in diesem Fall ist sie bewahrens- und bewundernswert. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute fürs nächste Jahrtausend.
Heinz Rudolf Kunze
100 Jahre GEMA – schön, dass es in den heute schwierigen Zeiten auch äußerst positive Nachrichten aus der Musikwirtschaft zu vermelden gibt. Die wohlwollenden, aber doch kritischen Glückwünsche aus den Reihen der Plattenindustrie zeigen darüber hinaus, dass die Geschichte der GEMA eine echte Erfolgsstory ist – schließlich hat sich die GEMA immer mit ganzem Nachdruck für die Interessen ihrer Mitglieder (Textdichter, Komponisten und Verleger) eingesetzt. Und diese Interessen haben sich naturgemäß nicht immer mit den Interessen den Plattenfirmen gedeckt. Die nächsten 100 Jahre werden sicherlich die größere Herausforderung für die GEMA – schafft sie es, die zunehmend schwieriger werdende Verwertung von Musik im Sinne ihrer Mitglieder einer angemessenen Vergütung zuzuführen? Es liegt an der Politik, die entsprechenden Grundlagen zu schaffen – die GEMA und ihre hervorragenden Mitarbeiter hingegen scheinen mir gerüstet, auf Basis von verlässlichen Gesetzen ihre Aufgaben auch in Zukunft so erfolgreich wie bisher wahrzunehmen.
Jens-Markus Wegener Vorstandsmitglied DMV Geschäftsführer AMV Alster Musikverlag
100 Jahre GEMA – eine erstaunliche Zeitreise vom Pferdefuhrwerk zur globalen, digitalen Vernetzung. Diesen Zeitraum hat die GEMA genutzt, um immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Vielleicht nicht immer mit der schnellsten Konsequenz, aber dafür mit größter Effizienz ist sie zur bedeutendsten Einzelverwertungsgesellschaft der Welt gewachsen. Wenn die GEMA es schafft, die digitale Zukunft auch mit den dafür notwendigen Tarifen und politischen Sicherheiten für die Urheber und Verleger optimal mitzugestalten, dann werden wir alle und auch noch unsere Enkel davon profitieren. Ich habe großes Vertrauen in die GEMA-Mannschaft und den Vorstand, die beide den Weg in eine sichere – auch digitale – Zukunft für die Urheber und Verleger ebnen werden. Happy Birthday, GEMA!
Joachim Neubauer Geschäftsführer Carolath Entertainment
Wenn sich eine Organisation über 100 Jahre ständig erneuern, sich schnell und effizient neuen Herausforderungen stellen kann und die rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder zukunftsweisend vertritt, dann ist sie nicht alt, sondern jung. Der GEMA ist dies über 100 Jahre gelungen. Wenn über so lange Zeit gestaltete Strukturen bei der GEMA nicht zu Ballast werden, sondern Erfahrungspotenzial sind, um Zukunft neu zu gestalten, dann ist mir für die nächsten 100 Jahre der GEMA nicht bange. Die Gestaltung der Zukunft ist immer auch das Ergebnis von Auseinandersetzungen über sich verändernde Strukturen. Diese Auseinandersetzung ist gerade jetzt offenbar notwendig und unvermeidbar. Trotz der dabei zwischen uns auftretenden Differenzen: Uns verbindet mehr, als uns trennt. Unsere gemeinsame Sorge gilt Bestand und Entwicklungsfähigkeit musikalischer Kreativität in unserem Land, gilt der Funktionsfähigkeit des Musikmarktes und der langfristigen Sicherung der Ertragsfähigkeit von Musik für alle Beteiligten. Über alle Differenzen hinweg soll dies der Geist unserer Zusammenarbeit bleiben. Zum 100. Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich. Der Glückwunsch gilt vor allem den Repräsentanten der GEMA, ihrer Führung und ihren Mitarbeitern, denn im Ergebnis sind es immer die Menschen, die jetzt und in der langen Geschichte der GEMA die Erfolge ermöglicht haben. Sie sind es, die auch die Zukunft gestalten.
Peter Zombik Geschäftsführer Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft


