Obwohl die Musikbranche die Talsohle noch nicht durchschritten hat, schlossen die meisten börsennotierten Medienunternehmen das Jahr 2004 im Kursplus ab. Besonders stark zulegen konnten dabei Firmen, die mit digitalen Vertriebssystemen arbeiten. Napster, zu Jahresbeginn noch als Roxio gelistet, schloss 2004 mit einem Aktienkurs von 9,36 Dollar ab – 95 Prozent mehr als am 1. Januar 2004. 15,9 Prozent höher notierte RealNetworks, deren Aktie an Silvester 6,62 Dollar wert war. Loudeye, Besitzer von OD2, stieg im Lauf des Jahres um fünf Prozent auf 2,05 Dollar. Beeindruckender lief es für den Computerhersteller Apple, bei dem vor allem iPod und iTunes Music Store für Zuwächse sorgten. Am Jahresende stand Apple bei 64,40 Dollar – 201 Prozent mehr als ein Jahr davor.
Vivendi Universal, Konzernmutter der Universal Music Group, steigerte seinen Kurs um 32 Prozent, EMI legte sogar um 66 Prozent zu und die Sony Corp., zur Hälfte an Sony BMG beteiligt, kletterte immerhin um zwölf Prozent. Weniger gut lief es für andere Medienkonzerne: MTV-Mutter Viacom verlor übers Jahr mehr als 16 Prozent, die Aktien des Radio- und Konzertkonzerns Clear Channel büßten 28,4 Prozent ein und auch Yahoo! verlor 16 Prozent. Trotz der guten Weihnachtsverkäufe sank auch der Kurs der Amazon-Papiere um 15,8 Prozent. Starkes Investoreninteresse zogen auch die beiden Satellitenradios in den USA auf sich: Sirius-Aktien kletterten im Jahresverlauf um 141 Prozent, XM legte um 43 Prozent zu.


