Der Veranstalter MCT bestätigt aufgrund der sensationellen Nachfrage drei Zusatzkonzerte für die Robbie-Williams-Tour im Sommer des kommenden Jahres. In der Nacht zum 19. November begann in fünf Städten der Sondervorverkauf, über den rund 77.500 Karten verkauft wurden. Insgesamt wurden für die sechs Deutschland-Konzerte am Wochenende rund 345.000 Karten abgesetzt. Für die komplette Tournee durch Europa und Südafrika überschritten die Vorverkaufszahlen die Zwei-Millionen-Marke und stellen damit alle bisherigen Verkäufe vorangegangener Robbie-Williams-Tourneen in den Schatten.
Hamburg, München und Köln dürfen sich über je ein Zusatzkonzert von Robbie Williams freuen. Auch in Wien und Bern wurde jeweils eine Zugabe bekannt gegeben. Kein Wunder, denn beim Kartenvorverkauf, der an ausgewählten Stellen bereits um 0.01 Uhr in der Nacht zum 19. November begann, herrschte pure Robbie-Mania. Bereits am Abend des 18. Novembers rüsteten sich die Fans mit Isomatten, Thermoskannen und wetterfester Kleidung zu einem Wartemarathon. Auch am nächsten Tag konnten an vielen der bekannten Vorverkaufsstellen lange Schlangen aus meist weiblichen Fans beobachtet werden.
Dem Schlangestehen entgehen konnten Fans bei einem Ticketkauf im Internet. Die größte Chance auf eine der begehrten Eintrittskarten bot dabei der Fanclub der offiziellen Internetseite des EMI-Künstlers. Allerdings musste dafür zuerst eine Registrierungsgebühr von 25 Pfund berappt werden, um neben Robbie-Nacktfotos auch die Chance auf ein Ticket zu bekommen.
Journalist Thomas Knüwer sieht im direkten Ticket-Verkauf über die Webseiten der Künstler, wie er in der Online-Ausgabe des „Handelsblatt“ beschreibt, die Zukunft des Ticketverkaufs und geht zugleich mit regulären Online-Ticket-Anbietern streng ins Gericht: Selbst „leichteste technische Übungen“ wie etwa eine sitzplatzgenaue Buchung funktionierten nicht. Zudem werde nicht entsprechend in die Server-Architektur investiert, um den Andrang bei Konzert-Großereignissen zu meistern. An den Problemen mit dem Vorverkauf zeige sich, dass „eine Branche, die das Internet nutzen könnte, wie kaum eine andere“, sich noch immer nicht mit ihm angefreundet habe. Bestätigt wird diese Ansicht vom Onlinedienst „dslteam.de“. Nach dessen Darstellung waren bereits am Vormittag des ersten Vorverkaufstags die Plattformen von CTS Eventim, Getgo und Kartenhaus nicht mehr erreichbar. Das galt auch für die Seiten des Veranstalters MCT, bei dem ebenfalls Tickets geordert werden konnten.
Auch am Verteilungsverfahren an die Vorverkaufsstellen wurde Kritik laut: Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, es hätten sich einige Vorverkaufsstellen in Hamburg darüber beschwert, die vom Veranstalter zugesagten Tickets nicht erhalten zu haben. Augenscheinlich wurden die Kontingente zugunsten des Mitternachtsverkaufs an der Color-Line-Arena verkleinert.
Die Termine:
10.07.: Dresden, Festwiese 14.07.: Hamburg, Trab-Arena Hamburg 15.07.: Hamburg, Trab-Arena Hamburg (Zusatztermin) 27.07.: Berlin, Olympiastadion 01.08.: München, Olympiastadion 02.08.: München, Olympiastadion (Zusatztermin) 08.08.: Köln, Jahnwiese 09.08.: Köln, Jahnwiese (Zusatztermin) 12.08.: Hockenheim, Hockenheimring 18.08.: A-Wien, Ernst-Happel-Stadion 19.08.: A-Wien, Ernst-Happel-Stadion (Zusatztermin) 23.08.: CH-Bern, Stade de Suisse 24.08.: CH-Bern, Stade de Suisse (Zusatztermin)



