Musik

McGee prophezeit das Ende der Single

Für Alan McGee, Manager von Indie-Bands wie den Dirty Pretty Things und Gründer des Creation Labels, ist das Ende für die Single gekommen. In naher Zukunft wird diese nicht mehr mit dem digitalen Format mithalten können.

Für Alan McGee, Manager von Indie-Bands wie den Dirty Pretty Things und Gründer des Creation Labels, ist das Ende für die Single gekommen. In naher Zukunft wird diese nicht mehr mit dem digitalen Format mithalten können. Als Beispiel nannte er den Erfolg von Acts wie Arctic Monkeys und Lily Allen, deren Verkaufserfolg über das Internet begann. „Die Downloads haben das Monopol der Majors bei den Verkäufen gebrochen“, sagte McGee. „Das Musikgeschäft verändert sich und das zu Gunsten der Musiker und der unabhängigen Plattenfirmen.“

Seinen Prophezeiungen stehen die kürzlich veröffentlichten Zahlen des britischen Phonoverbandes BPI für den Absatz von Singles im zweiten Quartal 2006 gegenüber. Danach erreichte dieser den höchsten Stand in den letzten sechs Jahren. Von Anfang April bis Ende Juni fanden 16,7 Mio. Titel im Single-Format einen Abnehmer.

Dabei übertrafen Downloads und Bundle-Sales die physischen Singles und kommen wöchentlich an die Millionenmarke heran. „Es kommt darauf an, wie man den Begriff Single definieren möchte“, nahm ein BPI-Sprecher zu McGees Äußerungen Stellung. „Der Verkauf an Singles hat sich in nur einem Jahr verdoppelt.“ Allerdings hätten die Käufer mit den Downloads ein neues Format für die Single angenommen.

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