Musik

Massacre Records

Qualität vor Quantität

“Das Geschäft ist in den letzten zwölf Jahren in vielen Belangen sehr viel schwieriger geworden“, erklärt Thomas von Harscher-Hertler, A&R Massacre Records. „Die schwierige allgemeine Marktlage ist jedem bekannt. In der Metal-Szene aber kommt noch ein hausgemachtes Problem hinzu: Es gibt einfach zu viele Veröffentlichungen. Diese Flut an neuen Platten und Bands überfordert die Fans bei weitem. Deshalb bringen wir pro Monat auch nie mehr als drei Alben heraus.“ Das Überangebot sei in jeder Hinsicht kontraproduktiv. „Noch vor zehn Jahren kannten interessierte Fans fast jede Platte und Band. Heute kennen die meisten nur noch zehn Prozent.“ Trotz dieser Probleme ist die Bindung der Fans zu ihrer Band und zu ihren Künstlern in der Metal-Szene auch heute noch deutlich ausgeprägter als im Pop-Bereich.

„Insgesamt ist die Lage aber trotzdem sehr angespannt. Es ist heute kaum noch möglich, eine Newcomer-Band vernünftig aufzubauen. Die Verkaufszahlen sind auch hier deutlich gesunken. Der Markt gibt einfach nicht mehr her. Der Aufwand im Marketing- und Promotion-Bereich ist gestiegen, bei gleichzeitig sinkenden Absatzzahlen.“ Trotz der schwierigen Ausgangssituation werden bei Massacre weiterhin mit Nachdruck neue Künstler aufgebaut. Für diesen Herbst kündigt die Firma unter anderem das Debütalbum, „Sacrifice“, der schwedischen Formation Seventh One (Bestellnummer: MAS 0325) sowie „All The Beauty“, der erste Longplayer der norwegischen Gothic-Metal-Band Mortal Love (MAS 0337) an. Desweiteren erscheinen noch neue Produktionen von Lowbrow („Sex, Violence, Death“) und My Darkest Hate mit „To Whom It May Concern“. „Besonders von Seventh One und von My Darkest Hate erwarten wir uns eine Menge, da beide Produktionen bereits im Vorfeld auf starkes Interesse gestoßen sind.“