Musik

Martin Denny gestorben

Der Pianist und Bandleader Martin Denny, einer der wichtigsten Protagonisten des „Exotica“-Booms der 50er Jahre, ist im Alter von 94 Jahren in Hawaii gestorben.

Der Pianist und Bandleader Martin Denny, einer der wichtigsten Protagonisten des „Exotica“-Booms der 50er Jahre, ist im Alter von 94 Jahren in Hawaii gestorben.

Der in New York geborene und in Los Angeles aufgewachsene Denny startete seine musikalische Karriere als Pianist im Don Dean Orchestra und anderen Orchestern. 1955 gündete er in Waikiki seine eigene Band, mit der er bis 1990 insgesamt 37 Alben veröffentlichte. Mit Klavier, Vibraphon oder Marimba, Akustikbass und zahlreichen Percussion-Instrumenten schufen Denny und seine Begleiter einen eigenständigen Sound, der eingängige Melodien, lateinamerikanisch angehauchte Rhythmik, exotische Klänge und Tierlaute kombinierte. 1959 landete Denny mit „Quiet Village“ einen Top-Five-Hit in den USA, das dazugehörige Album „Exotica“ hielt sich gar fünf Wochen auf Platz eins der US-Hitliste. Nach zwei weiteren Albumhits ließ das Interesse für Dennys Musik in den 60er Jahren nach. Eine größere Renaissance erlebten seine Exotica-Klänge erst mit dem Loungemusik-Boom in den Neunzigern.