“Es war nicht leicht, die beiden davon zu überzeugen, nach Europa zu kommen“, erzählt Impresario Marek Lieberberg im Gespräch mit musikwoche. Den Ausschlag habe gegeben, dass er Paul Simons Manager schon lange kenne und bereits viele Tourneen von Simon veranstaltet habe, so auch dessen Solo-Tour 2002. „Mein enger Kontakt war wichtig, weil wir bei der Planung der Tour immer zwischen dem Manager von Paul auf der einen und dem Manager von Art auf der anderen Seite agieren mussten. Und diese Verhandlungen waren sehr zäh.“ So flog Lieberberg im Dezember vergangenen Jahres nach New York zum Konzert des legendären Duos im Madison Square Garden, wo ihn vor allem „die Qualität der Musik“ begeisterte. Hier wurde ihm klar, dass die extrem aufwändige Bühnenproduktion nur in wenigen deutschen Spielstätten funktionieren würde.
Im Vorfeld standen noch Berlin und Wiesbaden zur Debatte, am Ende entschied sich Lieberberg mit der KölnArena für die größte deutsche Halle und im Süden für das Münchner Olympiastadion. Für Köln sprach auch, dass die Bestuhlung im verhältnismäßig kleinen Innenraum keine großen Verluste bei der Gesamtkapazität bringen würde. So waren die fast 15.000 Kölner Tickets für den 20. Juli binnen weniger Tage ausverkauft; in München sind für das Konzert am 28. Juli bislang etwa 30.000 Karten verkauft, bei Redaktionsschluss waren noch 3000 Restkarten übrig. „In Zeiten wie diesen muss man den Leuten Zeit geben, Geld anzusparen und frühzeitig in den Vorverkauf gehen – auch wenn sich dadurch die Werbekosten erhöhen“, erläutert Lieberberg. Auch in München wird der Innenraum bestuhlt, zudem wird die Bühne an der Längsseite aufgebaut. Mit diesem Novum im Olympiastadium will er erreichen, dass alle Zuschauer optimale Sichtbedingungen haben. „Denn diese Shows sind nicht wiederholbar. Und obendrauf kommen noch die fünf Songs von den Everly Brothers, die als Special Guests während des Sets auftreten. Das ist ein wirklich anrührender Moment“, schwärmt Lieberberg.



