Marcos Valle
München (woz) – Vor seinem Auftritt im Nachtclub des Bayerischen Hofs ließ es sich Brasiliens Bossa-Legende Marcos Valle nicht entgehen, auf der musikwoche-Couch Platz zu nehmen. Dabei plauderte der Keyboarder und Sänger aus Rio über seine exakt vier Jahrzehnte umfassende Karriere und sein unerwartetes Comeback in den 90er-Jahren. „Englische DJs wie Gilles Peterson begannen meine alten Platten aus den 60er-Jahren wieder aufzulegen“, sagt er. Dabei saß der Komponist von Welthits wie „Summer Samba“ und „Batucada“ zuhause in Rio und bekam davon zunächst gar nichts mit. „Nach einem Konzert in London bot mir das englische Label Far Out ganz überraschend an, ein neues Album aufzunehmen.“ Das Ergebnis hieß „Nova Bossa Nova“ und markierte 1998 Valles Comeback. Sein mittlerweile drittes Album, „Contrasts„, zeichnet sich durch eine organische Melange aus elektronischen Elementen, funkigen Samba-Rhythmen und klassischen Bossa-Melodien aus. Auf der Bühne jedoch verzichtet Valle auf Computer, Sequenzer und Samples und begeistert mit Samba pur.


