Glück im Unglück: Marc Cohn, Anfang der neunziger Jahre mit dem Hit „Walking in Memphis“ zu internationaler Berühmtheit gelangt, hat in der Nacht zum Montag einen beinahe tödlichen Kopfschuss überlebt. Die Kugel, die den Sänger in der Schläfe traf, war durch mehrere Hindernisse verlangsamt worden und drang deswegen nicht so tief in seinen Kopf ein. Nach einer Notoperation befindet sich der US-amerikanische Interpret bereits auf dem Weg der Besserung.
Cohn, der sich auf einer Tour mit Suzanne Vega befand, wurde nach seinem Auftritt in der Tiefgarage der Konzerthalle überfallen. Er und seine Bandmitglieder wollten gerade ins Hotel fahren, als sie ein Autodieb mit einer Waffe bedrohte. Bei dem Versuch, dem Gangster zu entkommen, gab dieser mehrere Schüsse auf den Wagen ab. Die Kugel, die Cohn traf, drang zunächst durch die Windschutzscheibe und streifte dann den Fahrer des Vans. Auch er konnte mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Kurzer Prozess und schnelle Genesung
Die Fahndung nach dem Täter läuft derweil auf Hochtouren. Hauptverdächtiger ist ein Mann namens Joseph Yacteen. Der 26-Jährige stand schon zuvor wegen versuchten Mordes und diverser anderer schwerer Delikte auf einer Fahndungsliste. Einer Beinahe-Verhaftung in der Tatnacht konnte sich der Flüchtige noch entziehen, die Polizei gibt jedoch an, ihm dicht auf den Fersen zu sein.
Cohn selbst ist internen Angaben zufolge bereits wieder guter Dinge. Er hofft, seine Tournee ab Mitte der Woche fortsetzen zu können.


