Musik

Mamma mia, jetzt kommt Daddy Cool!

Zur „europäischen Pressepremiere“ seines Musicals „Daddy Cool“ lud Produzent Frank Farian Freunde, Medien und Mitarbeiter seiner Plattenfirma Sony BMG nach London ein. Am Freitag, den 22. September, erlebten die Gäste im Shaftesbury Theatre eine Vorstellung, die ganz und gar nicht peinlich ausfiel, obwohl das manche Skeptiker im Vorfeld befürchtet hatten.

Dass das vor rund hundert Jahren erbaute Shaftesbury Theatre schon einmal bessere Zeiten gesehen hat, merkt man allenfalls tagsüber, wenn man die graue Steinfassade sieht. Am Abend des 22. September erstrahlte das Gemäuer im Glanz der Reklame für „Daddy Cool“ – und auch Frank Farian strahlte, der eigens für sein Musical den Teppichboden des Hauses sowie die Polsterung der Sitze hatte erneuern lassen. Und wer im Vorfeld etwa bezweifelt hatte, dass sich unsterbliche Hits von Boney M. wie „By The Rivers Of Babylon“, „Ra-Ra-Rasputin“ oder „Brown Girl In The Ring“ zu einer irgendwie sinnvollen Musical-Handlung zusammenfügen lassen, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Während die Hits beim Abba-Musical „Mamma Mia“ eher ohne Zusammenhang in die Handlung eingestreut werden, gelang es den Autoren von „Daddy Cool“ immerhin, die Ohrwürmer aus den Siebzigern sogar einigermaßen plausibel mit einem Plot zu verbinden.

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