Musik

Maffay wird laut und leise

Auf einer Pressekonferenz im Headquarter seiner Plattenfirma Sony BMG gab Peter Maffay die Tourneepläne für das Jahr 2005 bekannt und stellte sein neues Doppelalbum vor. Dessen Titel ist Programm: „Laut & leise“.

“Wir gehen zurück zum Rock’n’Roll“, teilte Peter Maffay mit. Nach fünf Jahren mit Projekten wie „Begegnungen“ und „Tabaluga“ kehrte er wieder zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. Daraus wurde ein Doppelalbum, dessen eine Hälfte „laut“ ist, die andere „leise“. Die neun lauten Songs greifen gesellschaftliche und politisch relevante Themen auf, in den neun leisen Stücken geht es um persönliche und zwischenmenschliche Dinge. „Wir wollten ganz klar zwischen zwei Grundstimmungen trennen“, sagt Maffay, und er hofft, dass er damit auch neue Hörer ansprechen wird.

Auf der bevorstehenden Clubtournee vom 27. Januar bis zum 9. Februar will Maffay nur die Songs des Doppelalbums vorstellen und nicht auf seinen reichhaltigen Fundus zurückgreifen. Denn für dieses Album habe er sich mit seinen Musikern zuerst überlegt, was für Stücke sie gern live spielen würden, wodurch ein Konzertprogramm entstand, mit dem man dann ins Studio ging. In der Regel nimmt ein Künstler erst ein Album im Studio auf und setzt es dann live um.

Wer noch Tickets für die Clubtournee ergattern will, muss sich beeilen. Ab Mitte Mai folgt dann eine ausgedehnte Open-Air-Tournee, 110.000 Karten sind bereits verkauft, wie Tourveranstalter Bernd Hölcke (C&E Concert & Event) mitteilte. Für die Open-Airs stellte Maffay in Aussicht, auch älteres Repertoire zu spielen. Zudem könne er sich vorstellen, wieder einen anderen Künstler oder eine Künstlerin als Gast zu präsentieren. Die Pressearbeit für die Konzertreisen übernahm Peter Lanz (Lanz Unlimited) von Michael van Almsick. Als Sponsor für beide Tourneen ist zudem die Wernesgrüner Brauerei mit im Boot, deren Geschäftsführer Frank Siegmund die Sache auf den Punkt brachte: „Unser Bier und Maffay – das sind zwei starke Marken; beide sind bodenständig geblieben.“

Maffay bestätigte das: Er sehe sich nicht als Superstar, sondern als Musiker unter Musikern – „in erster Linie mache ich Musik für mich, da bin ich Egoist“. Aber natürlich wolle er über seine Musik mit den Menschen in Dialog treten und so viele wie möglich damit erreichen. Die Kooperation mit Wernesgrüner gebe die Chance, „bei den Preisen für die Eintrittskarten in einem Bereich zu bleiben, der relativ erträglich ist“. Damit dürfte auch seine Plattenfirma Sony BMG einverstanden sein, die sich vom Doppelalbum „Laut & leise“, das am 31. Januar erscheint, viel verspricht. Jörg Hellwig, Senior Vice President Music Division BMG Records, wies darauf hin, dass das Doppelalbum zum Preis von einer CD verkauft werde. Das dreistufige Preismodell, das Sony BMG propagiert, lasse sich in diesem Fall zwar schlecht anwenden, es werde aber zwei verschiedene Versionen zu unterschiedlichen Preisen geben.

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