Nachdem die Adoptionswünsche von Popstar Madonna wochenlang die Medien beherrschten, scheint das Thema samt all den dazugehörigen Spekulationen nun vom Tisch zu sein: Ein Richter im ostafrikanischen Malawi hat der 48-Jährigen und ihrem Ehemann Guy Ritchie die einstweilige Genehmigung erteilt, den ein Jahr alten Halbwaisen David Banda in den Kreis ihrer Familie aufzunehmen. In der Nacht zum Freitag haben sie das Land in Madonnas Privatjet verlassen.
Das Adoptionsgesuch des berühmten Paares hatte für heiße Diskussionen gesorgt. Normalerweise erlaubt das Land Malawi keine internationalen Adoptionen. Zudem geht sonst jeder Adoption ein 18 Monate währender Entscheidungsprozess voraus. Während es nun auf der einen Seite heißt, dass der Status der Sängerin zu einer Lockerung der Formalitäten geführt hätte, heißt es aus Justizkreisen, dass zumindest die Vorlaufzeit ihren „ganz normalen Gang“ gehabt habe. Mehrere Personen aus dem Umfeld des Jungen berichten, dass die Adoption bereits am Laufen war, lange bevor die Medien davon Wind bekommen hatten.
Frist gesetzt
Ob David langfristig bleiben wird, wird sich im Laufe der nächsten Monate zeigen. Verschiedenen Medienberichten zufolge entscheidet das Gericht innerhalb von einem, maximal aber zwei Jahren, ob sich der Junge gut eingelebt hat und er bei seiner neuen Familie bleiben darf.
Die leibliche Mutter des Jungen war wenige Tage nach der Geburt an Fieber und anderen Komplikationen verstorben. Der in Armut lebende Vater musste das Kind daraufhin ins Waisenhaus geben. Madonna soll versprochen haben, ihn mit dem Jungen zu besuchen.


