Der Organisator des geplanten Zillo-Festivals, Klaus Maack von Contour Music Promotion, hat auf die Vorwürfe der Zillo-Geschäftsleitung mit einem offenen Brief geantwortet. Mangelnder Kartenvorverkauf, Booking-Probleme und Albumverschiebungen von Headlinern haben demnach zum Aus für die Veranstaltung geführt.
Maack erklärt die Gründe für die Absage des Festivals, das vom 22. bis 24. Juli auf der Loreley stattfinden sollte, wie folgt:
„1. Bis zum 16. Juni haben wir weniger als 1.000 Tickets verkauft – in einem Zeitraum von viereinhalb Monaten. Wir haben im Juni sehr viel Werbung gemacht, dennoch stieg der Ticketverkauf um weniger als 100 Karten pro Woche. Verglichen mit der Verkaufsstatistik des vergangenen Jahres (wo wir auf rund 5.000 Besucher kamen), konnten wir davon ausgehen, dass weniger Besucher kommen würden, als im Vorjahr.
- Wir hatten viele Booking-Probleme, die wir nicht lösen konnten, zum Beispiel: Ich habe Killing Joke als dritten Act für einen Tag gebucht und mich mit der Band auf eine bestimmte Gage geeinigt. Wenige Wochen später musste ich beim Surfen im Internet erfahren, dass der Agent der Band weitere drei Shows in Deutschland über einen anderen Promoter gebucht hat – zwei der Shows hätten nicht näher an der Loreley sein können: in Köln und Saarbrücken. Das ist genau das Einzugsgebiet des Loreley-Festivals. Ich habe versucht, den Agenten zu erreichen, ich habe ihn angemailt – doch er beantwortete weder meine E-Mails, noch rief er mich zurück.
Ich hatte Ärger mit dem Agenten von Peter Murphy. Es sah so aus, als ob er mein Angebot annehmen würde, doch später wollte er eine doppelt so hohe Gage plus Inlandsflüge für 10 Personen plus Hotel plus internationalen Transport plus Backline. Ich habe ihm gesagt, dass dies unmöglich sei. Weil ich keinen Vertrag hatte, konnte ich mit diesem Act nirgendwo werben. Außerdem erklärte Murphy, dass sein Auftritt beim Zillo-Festival eine exklusive Show sei. Doch ich fand heraus, dass der Act per Rundmail von einem deutschen Agenten namens Patty von der Agentur Motherearth angeboten wurde.
- Ich hatte die Zusagen von drei Agenten/Managern, dass ihre Künstler in der ersten Jahreshälfte eine neue CD herausbringen würden, und ich habe diese Acts unter dieser Voraussetzung gebucht. Zwei dieser Acts waren Headliner und Co-Headliner des Festivals. Diese Acts kommen nun angeblich mit ihren Veröffentlichungen erst im Herbst.
Unter diesen Umständen habe ich mich entschlossen, das Festival fünf Wochen vor Start abzusagen.“



