“Wir können ein sehr positives Fazit ziehen“, erklärte Schnyder im Gespräch mit musikwoche.de. „Vor allem war es erfreulich zu beobachten, wie offen die Besucher miteinander umgegangen sind“, ergänzte er. „m4music versammelte Musikinteressierte aus der ganzen Schweiz, bot Diskussionen auf hohem Niveau und zeigte, wie lebhaft die Schweizer Popmusikszene trotz struktureller Schwierigkeiten ist.“ Trotz der aktuellen Probleme der Branche erklärten Asta Baumöller, Geschäftsführerin Viva Swizz, Grönland-Labelleiter René Renner und Musikjournalist Hanspeter Künzler als Teilnehmer der eröffnenden Podiumsdiskussion, dass die Popmusik keineswegs tot sei. In der von musikwoche.de präsentierten Diskussionsrunde forderte Baumöller die Plattenfirmen auf, ihre Produkte interessanter zu gestalten und inhaltlich aufzuwerten. Die Absatzzahlen von DVDs würden das Interesse der Kunden an hochwertigen Produkten belegen. Renner, der früher für EMI Switzerland tätig war, betonte die Notwendigkeit von A&R-Aufbauarbeit der Plattenfirmen und meinte: „Ich glaube, dass den Indies die Zukunft gehört.“ Dem stimmte auch Künzler zu. Ein Problem der Branche liege darin, dass der materialistische Ansatz alle idealistischen Tendenzen abgelöst habe: „Popmusik muss aber aufregend sein.“ Den vielen jungen Schweizer Acts und Mitarbeitern der Branche, die m4music als Plattform nutzten, rieten die Panelisten, Ausdauer zu zeigen: „Macht, was ihr wollt, aber steht dafür ein“, erklärte Renner. Festivalleiter Schnyder freute sich nach dem Ende von m4music über die hohe Teilnehmerzahl aus der französischsprachigen Westschweiz: „Es gibt kein vergleichbares Festival, das die Branchenprofis aus der Romandie in so großer Zahl anzieht. Ich finde es wichtig, dass wir Brücken zwischen den Landesteilen schlagen können.“
m4music-Macher ziehen positives Fazit
Am 11. und 12. April veranstaltete das Migros Kulturprozent zum sechsten Mal das Festival m4music. Veranstaltungsleiter Philipp Schnyder zeigte sich mit der Resonanz zufrieden: m4music habe sich als Festival mit Tiefgang etabliert.



