Musik

m4music diskutierte Zukunft der Musikbranche

Der Schweizer Branchentreff m4music etablierte sich im siebten Jahr seines Bestehens als eine auch international attraktive Plattform für das Musikgeschäft.

Dazu trugen laut Mitorganisator Philipp Schnyder mehr als 7000 Besucher des Live-Festivals und des Kongressteils bei. Ein übriges taten die erstmals im Rahmen von m4music ausgerichtete Messe mit fast 30 Ausstellern und die auch international bekannten Kongress-teilnehmer. So stellten Sony-Chef Balthasar Schramm und Cherry-Lane-Gründer Jim Griffin in ihren Reden unterschiedliche Ideen für die Zukunft der Musikbranche vor: „Wir sind die ersten Opfer einer sehr viel größeren Entwicklung“, erklärte Schramm.

Dieser Entwicklung müsse mit rechtlichen Mitteln begegnet werden. Ziel der jüngst eingeleiteten Klagewelle sei es, „Wissen wehrhaft zu verteidigen“. Griffin, der zu den umstrittenen Visionären der Branche zählt, erläuterte ein ganz anderes Modell: Jeder Bürger mit Internetzugang oder mobilen Geräten der neuen Generation solle einen pauschalen Monatsbetrag zahlen. So könne die Branche ihre Umsätze allein in der Schweiz nahezu verdreifachen. Nach dem Vorbild der Verwertungsgesellschaften würde das Geld in Pools gesammelt, aus denen die Content-Lieferanten schließlich bezahlt werden. GEMA, Suisa und Co. ließen „viel Geld auf dem Tisch liegen“, mahnte Griffin.