Musik

Lünebach geht Spider ins Netz

„Wir werden Flexibilität und Genre-Kenntnis eines Indies mit Knowhow und Durchschlagkraft eines Majors verbinden“, eröffnet Axel Lünebach, der zusammen mit Sven Schäfer und Jörg Offer das neugegründete Label Silly Spider Music und den gleichnamigen Verlag leitet. Dabei verstehen sich die ehemaligen eastwest-Mitarbeiter „eher als Label denn als Plattenfirma, das großen Wert auf intensive und möglichst längerfristige Zusammenarbeit mit unseren Künstlern legt“, erklärt Lünebach. Unter dem gleichnamigen Sublabel Silly Spider sollen Techno-Tracks erscheinen, während sich Fittipaldi Records um Crossover-Songs bemüht. Hinzu kommt je ein Outlet für House und Electronica & Listening. Den exklusiven CD-Vertrieb übernimmt Universal Records, ein Vinylpartner steht noch aus. „Wichtig ist uns eine umfassende internationale Auswertung der Signings. Hier sehen wir die Möglichkeit, den Majors, die im Bereich International Exploitation oft recht träge agieren, einen Schritt voraus zu sein. Ziel ist es, qualitatives Produkt aggressiv aber durchaus kredibel zu vermarkten“, sagt Lünebach. Im nächsten Jahr will Spider Music mit einem „konstanten und hochwertigen“ Fluss von reinen Vinyl-Underground-Maxis starten, gleichzeitig aber auch bestimmte Tracks mit „sämtlichen, für den Crossover notwendigen Marketing-Tools sowie Kooperationen mit TV, Film und Werbung ausstatten“.