Musik

Low – Die Leisetreter wollten auch mal laut sein

Das Trio Low aus Minnesota begeistert seit zehn Jahren mit ebenso feinsinnigen wie fragilen Songs. Auf dem neuen Album, „The Great Destroyer“, verabschieden sich Low nun lautstark von ihrem Image als permanente Melancholiker.

Was haben Haydns „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ und „When I Go Deaf“ von Low gemeinsam? Beide Stücke umschmeicheln zuerst den Zuhörer, um ihn dann mit einer gehörigen Krawallattacke aus der trügerischen Gemütlichkeit zu reißen. Dass jedoch ausgerechnet Low ihren Fans einen derart hinterlistigen Song vorsetzen würden, hätte wohl niemand vermutet. Schließlich haftete Alan Sparkhawk, Mimi Parker und Zak Sally das Image an, nicht nur die langsamste, vor allem aber auch die leiseste Band der Welt zu sein. Und nun das. Bassist Sally grinst. „Wir haben lange darüber gesprochen und kamen zu dem Punkt, an dem wir sagten: Okay, in diesem Song muss es richtig knallen. So richtig. Ich meine planetarisch laut. Galaktisch laut.“ Das dazugehörige Album heißt „The Great Destroyer“ (Rough rade/Sanctuary/rough trade) – ein Titel, der selbst einer gestandenen Metal-Band gut zu Gesicht gestanden hätte.

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