Zwischen dem weltgrößten Konzertveranstalter und dem größten Ticketverkäufer könnte es demnächst zu Spannungen kommen. Live Nation will bestehende Verträge mit Ticketmaster nachverhandeln. Ziel: eine Senkung der Ticketpreise. Es geht vor allem um die Zusatzgebühren, die in den USA die Eintrittskarten zu Konzerten manchmal um rund ein Drittel teurer machen.
Michael Rapino, CEO von Live Nation, will die seit Jahren steigenden Ticketpreise nun in den Griff bekommen, um mehr Besucher zu Shows zu locken. Ticketmaster hat jedoch bis Ende 2008 noch die Exklusivrechte zum Verkauf von Karten für die meisten der 29.000 Veranstaltungen, die Live Nation jährlich durchführt.
Rapino droht nun damit, künftig das Live-Nation-Ticketingsystem landesweit einzusetzen und die Verträge mit Ticketmaster auslaufen zu lassen. Analystenschätzungen zufolge gingen dem Kartenverkäufer mehr als 130 Mio. Dollar oder 14 Prozent des gesamten Jahresumsatzes verloren.



