Der Live-Entertainment-Markt erholt sich: Live Nation, größter Konzertveranstalter der Welt, hat sein erstes Geschäftsjahresquartal mit zweistelligen Umsatzzuwächsen beendet. Gleichzeitig konnte das im letzten Jahr von Clear Channel abgespaltete Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. In den drei Monaten bis zum 31. März setzte Live Nation 516,5 Mio. Dollar um, ein Zuwachs um 16,2 Prozent oder 72,1 Mio. Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damals musste der Veranstaltungsriese noch einen Nettoverlust von 22,72 Mio. Dollar verkraften.
Diesmal steht unter dem Strich wieder ein Gewinn in Höhe von 1,1 Mio. Dollar. Vor allem der Geschäftsbereich Events, der bei Live Nation das tatsächliche Veranstaltungs-Business umfasst, konnte zulegen. Die Umsätze in diesem Segment kletterten um 23 Prozent auf 422 Mio. Dollar. Der operative Gewinn vor Steuern betrug 13,8 Mio. Dollar, ein Jahr davor fielen hier noch Verluste von 9,8 Mio. Dollar an. Der Bereich Venues & Sponsorships verbesserte sich beim Umsatz zwar um knapp vier Prozent, doch die Übernahme der Mean Fiddler Group belastet die Bilanz noch immer und so blieb unterm Strich ein operatives Minus von 14,4 Mio. Dollar.
Wie MusikWoche kürzlich berichtet hatte, verzeichnete das amerikanische Live-Geschäft nach einer zweijährigen Abwärtsentwicklung im ersten Quartal 2006 wieder steigende Zahlen. Die Branche meldete 7,3 Mio. Konzertbesucher, die insgesamt für 375 Mio. Dollar Umsatz sorgten.


