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Live 8 lässt in UK CD-Verkäufe steigen

In Großbritannien belebt das Live-8-Konzert die CD- und Downloadverkäufe der beteiligten Künstler. Diejenigen, die davon profitieren, sollen ihre Einnahmen spenden, fordert David Gilmour von Pink Floyd.

In Großbritannien belebt das Live-8-Konzert die CD- und Downloadverkäufe der beteiligten Künstler. Laut Angaben der britischen Handelskette HMV konnten viele der Acts, die am 2. Juli im Londoner Hyde Park auf der Bühne standen, satte Zuwächse verbuchen. Allen voran Pink Floyd, deren Album „Echoes“ am Sonntag nach dem Konzert einen Verkaufsanstieg um 1343 Prozent im Vergleich zum Sonntag der Vorwoche verbuchte. Wie HMV-Sprecher Gennaro Castaldo gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“ einräumt, hänge der Anstieg allerdings auch mit den schwachen Verkaufszahlen zusammen, die am 26. Juni erzielt wurden.

„Natürlich sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig, trotzdem zeigt diese Momentaufnahme, dass das Live-8-Konzert einen großen Einfluss auf die Verkäufe der beteiligten Künstler hat“, betonte Castaldo. Die zweitgrößte Steigerung konnten The Who mit dem Album „Then And Now“ vorweisen, das um 863 Prozent zulegte. Danach folgten die „Greatest Hits“ der Eurythmics mit 500 Prozent und Didos „Life For Rent“ mit 412 Prozent. Das neue Coldplay-Album „X & Y“, das kürzlich die Charts stürmte, verzeichnete mit drei Prozent eine der geringsten Steigerungsraten. Laut HMV verkaufte die Band trotzdem am meisten Alben und setzte 2.800 Einheiten ab.

Der einzige Live-8-Act dessen Verkaufszahlen einen Negativtrend hinnehmen musste war der ehemalige Libertines-Kopf Pete Doherty. Das Libertines-Album „Up The Bracket“ verlor 35 Prozent. Dohertys Performance wurde in den britischen Medien als eine der schlechtesten des Tages gewertet. Nicht nur habe er hörbar mit den Textzeilen des T-Rex-Songs „Children Of The Revolution“ gekämpft, er sei zudem „sehr unsicher auf den Beinen“ gewesen.

Die Downloadsingle „Sgt. Pepper“, mit der Paul McCartney und U2 das Live-8-Spektakel einläuteten, war ebensfalls unter den Bestsellern des Wochenendes. Die von Universal nur wenige Minuten nach dem Auftritt veröffentlichte Single erreichte laut einem Universal-Sprecher die Spitze der Verkaufscharts der iTunes Stores in Großbritannien, Kanada, Deutschland, den Niederlanden, Italien und Belgien. Die Einnahmen der Single kommen der Live-8-Kampagne zugute.

David Gilmour von Pink Floyd forderte ebenso wie ein Sprecher der Liberal Democrats die Künstler öffentlich dazu auf, ihre Extra-Einnahmen zu spenden. „Obwohl das Hauptziel darin bestand, das Bewusstsein für Afrika zu schärfen und Druck auf die G8-Staaten auszuüben, will ich nicht an dem Konzert verdienen“, erklärte Gilmour. Falls weitere Künstler ihre Einnahmen spendeten, glaube er daran, dass die Plattenfirmen zu einer ähnlichen Geste überredet werden könnten.

Anstieg der Album-Verkäufe der Live-8-Künstler in UK 1. Pink Floyd – Echoes: The Best of Pink Floyd – 1343 Prozent 2. The Who – Then and Now – 863 Prozent 3. Annie Lennox – Eurythmics Greatest Hits – 500 Prozent 4. Dido – Life For Rent – 412 Prozent 5. Razorlight – Up All Night – 335 Prozent 6. Robbie Williams – Greatest Hits – 320 Prozent 7. Joss Stone – Mind, Body and Soul – 309 Prozent 8. Sting – The Very Best of Sting & The Police – 300 Prozent 9. Travis – Singles – 268 Prozent 10. Madonna – Immaculate Collection – 200 Prozent Quelle: HMV

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