Der Hauptanteilseigner der Software-Firma Liquid Audio fordert die Geschäftsführung in einem Brief zum Verkauf der Firma auf. Das private Finanzierungsunternehmen Steel Partners II, das insgesamt 1,7 Millionen Aktien (7,8 Prozent) an Liquid Audio hält, erklärte, das Geschäftsmodell der Firma sei „nicht wettbewerbsfähig“ und „zum Scheitern verurteilt“. Man habe das Vertrauen in das Geschäftsmodell verloren, vor allem angesichts der zunehmenden Konsolidierung im Online-Musikbereich, der immer stärker von den Plattenfirmen sowie von den Liquid-Audio-Rivalen RealNetworks und Microsoft dominiert werde. „Wir sind deshalb der Meinung, dass die Firma an den Meistbietenden verkauft werden sollte und dass umgehend Maßnahmen ergriffen werden sollten, die die Cash-Burn-Rate deutlich verringern“, erklärte Steel Partners in dem Brief. Als mögliche Käufer nannte das Unternehmen die beiden Online-Vertriebsplattformen der Musikindustrie, MusicNet und pressplay. Der Marktwert von Liquid Audio ist innerhalb der letzten zwei Jahre von einem Höchststand von einer Milliarde Dollar im November 1999 auf zuletzt nur noch 53 Millionen Dollar gefallen.
Liquid Audio: Hauptaktionär fordert Verkauf der Firma
Der Hauptanteilseigner der Software-Firma Liquid Audio fordert die Geschäftsführung in einem Brief zum Verkauf der Firma auf.


