Musik

Liebesleid bei Tokio Hotel

Trotz einer Tausendschaft paarungswilliger Groupies fühlt sich Sänger Bill Kaulitz oft allein. Einzige Lösung: Endlich die große Liebe finden.

Naht da ein neues Sturmtief? Oder was hat dieses sich kontinuierlich steigernde Säuseln zu bedeuten, das seit Kurzem aus allen Himmelsrichtungen angeweht wird? Ein kurzer Blick in die „Bravo“ und man weiß: Nein, es sind Hunderttausende von leise seufzenden Mädchenstimmen, die der Wind durch die Lande trägt. Denn Bill Kaulitz hat Liebeskummer.

Trotz ungebrochenem und mittlerweile internationalem Erfolg ist der Frontjunge von Tokio Hotel tief in seinem Innern unheimlich traurig. Wie er in einem intimen Interview verriet, sehnt er sich nach einem Gefühl, das er schon lange nicht mehr empfunden hat: „Ich wäre so gerne wieder verliebt“, beichtete der 17-Jährige. Und fügte den herzzerreißenden Nebensatz hinzu: „Es wäre toll, wenn ich das mal wieder haben könnte.“

And the wind cries Billy

Bereits seit „730 Tagen“ habe er „keine Freundin“, „keine Liebe, keine Küsse“ gehabt. Wie romantisch, könnte man da denken, der Arme hakt die Tage seiner Einsamkeit im Kalender ab. Wie geschickt, würden hingegen kühle Rechner behaupten, der Gute zählt einfach die Tagesanzahl zweier Jahre zusammen und stilisiert sich zum tragischen Helden.

Aber darum geht’s ja gar nicht. Denn wer einsam ist, der hat einfach mehr Zeit für unsinnige Rechnereien. Und weil Bill laut Eigenaussage „kein Aufreißer“ ist, One-Night-Stands einfach nicht mag, „nicht mal kurze Flirts“ und generell wenig Zeit hat, wird er wohl noch eine Weile einsam bleiben.

Und somit wird die Februarluft wohl dauerhaft von dieser klagenden Melodie erfüllt sein, die entsteht, wenn tausende Mädchen seufzend im Wochenmagazin ihres Vertrauens blättern und wieder und wieder folgende Worte lesen: „Es gibt solche Momente. Wir sind oft auf Reisen – und abends dann schon mal allein. In solchen Situationen wäre es natürlich schön, ein Mädchen an meiner Seite zu haben. Klar, ich habe Tom, Georg und Gustav – und meine Familie. Aber ich fühle mich trotzdem manchmal einsam.“