Als Wand im Oktober 2001 in der Hamburger Musikhalle Schuberts fünfte und Bruckners vierte Sinfonie dirigierte, glaubte wohl niemand, dass das Konzert sein letztes sein würde. Der Mitschnitt des Abends wurde zugleich seine letzte Aufnahme. Jetzt erscheint dieses Dokument zusammen mit Wands letztem Interview, das der Dirigent am 30. November 2001 gab.
Wand erzählt auf der Interview-CD vom Kern seines musikalischen Kosmos, in dessen Mittelpunkt das Werk Anton Bruckners steht. Und er blickt zurück auf seine ersten konzentrierten Annäherungen an die Musik des österreichischen Romantikers während seiner Kölner Zeit mit dem Sinfonieorchester des WDR. Er bezieht zudem vehement Stellung zu Fragen der richtigen Fassung von Sinfonien, zum Problem von Tempo und Metrum, und er formuliert das Ziel seiner künstlerischen Arbeit: „Ich wollte Bruckner als den größten Sinfoniker nach Beethoven zeigen und nicht als Illustrator einer weihevollen Interpretation.“ Wie sehr ihm das gelungen ist, zeigt deutlich die Aufnahme von Anton Bruckners populärer Sinfonie Nr. 4 („Romantische“): Hier ist Wand, wie auch in Schuberts Fünfter bis zuletzt dem treu geblieben, wofür er sein Leben lang einstand: Die Darstellung gewichtiger Klassiker mit Frische und Willen zur Präzision. BMG Classics unterstützt die Veröffentlichung der CD mit Anzeigen in Zeitschriften wie „Kultur Spiegel“, „Cresendo“, „Rondo“ und „Fono Forum“.



